Ribes uva crispa 'Captivator' – Rote Stachelbeere

3- und mehrtriebig
Preis: 11,27 €11,50 €
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Produktinformationen
Artikel-Nr.: 33010-008
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
17-19 cm Topf (3 l)

Stück

Die Pflanze hat schlanke Triebe, weist eine nur ganz geringe Bestachelung auf und hat einen eher aufrechten, gebogenen Wuchs. Vor Spätfrösten sollte die Blüte unbedingt geschützt werden. Die Früchte reifen ab Mitte Juli. Sie sind auffallend elliptisch geformt, recht fest, nicht all zu... Mehr lesen
Die Pflanze hat schlanke Triebe, weist eine nur ganz geringe Bestachelung auf und hat einen eher aufrechten, gebogenen Wuchs. Vor Spätfrösten sollte die Blüte unbedingt geschützt werden. Die Früchte reifen ab Mitte Juli. Sie sind auffallend elliptisch geformt, recht fest, nicht all zu groß mit mäßigem Aroma. Die Fruchtschale hat eine rot-grüne Färbung und ist mittelstark bereift. Die Früchte können für längere Zeit am Strauch belassen werden.
Gegenüber Pilzerkrankungen und Schädlingen die Sorte sehr robust.

Die Sorte ‘Captivator‘ entstand in Kanada aus einem züchterischen Programm an der Central Experment Farm in Ottawa heraus. Hier wurden in den 1940er-Jahren zwei verschiedene amerikanische Stachelbeerarten (Ribes oxyacanthoides und Ribes hirtellum) mit verschiedensten europäischen Sorten gekreuzt. Zielführend beinhaltete dieses Programm, stachellose Stachelbeeren hervorzubringen, was mit der Sorte ‘Captivator‘ auch fast erreicht wurde.

Ribes uva-crispa - die Stachelbeere (Grossulariaceae)

Der Gattungsname ’Ribes’ wurde aus dem persischen übernommen. Er bezeichnet eine in den Gebirgen heimische Pflanze ’Rheum ribas’ aus welcher die Araber ein kühlendes Arzneimittel herstellten. ’Ribas’ bedeutet soviel wie ’fruchtbehangener Zweig’. Im Mittelalter wurde als Ersatz für diese Pflanze der Sirup aus den Pflanzen erstellt, welche man zu den Arten der Gattung zählte. Dies waren Stachelbeeren und Johannisbeeren. Die lateinische Artbezeichnung “uva-crispa“ bedeutet übersetzt “krause Traube“. “Kraus“ bezieht sich in diesem Fall auf die beim Austrieb gekräuselten Blätter. Die Bezeichnung “Traube“ wurde verwendet, weil sich die Frucht in Größe und Farbe der Traube ähnelt. Der deutsche Name “Stachelbeere“ wird auf die meist starke Bestachelung zurückgeführt, wobei es sich botanisch gesehen korrekterweise um umgewandelte Blatteile, also Dornen handelt. Die Stachelbeeren sind einzeln hängende Früchte an einem bis zu 1m hoch werdenden Strauch, welcher je nach Sorte mehr oder weniger bedornt ist. Die Früchte zählen zu den Beerenfrüchten.

In den gemäßigten Zonen Europas und Asiens sind die Wild- und deren verwilderte Formen anzutreffen. Die ursprüngliche Verbreitung und Ausbreitung unserer heutigen Stachelbeersorten ist kaum nachvollziehbar, da sich verwilderte Formen von den echten Wildpflanzen kaum unterscheiden lassen. Kultiviert wurden die ersten Stachelbeeren vermutlich in England und in Frankreich. In den 1930-er Jahren wurden die Stachel- und die Johannisbeeren bei den Selbstversorgern sehr geschätzt. Leider dämmte das Auftreten des amerikanischen Stachelbeermehltaues das Anpflanzen der Beerensträucher drastisch ein. Heute gibt es relativ robuste und widerstandsfähige Sorten, deren Anbau sich auf jeden Fall lohnen.

Reife Früchte sind reich an Apfel- und Zitronensäure, Ballaststoffen und Vitamin C.

Standort, Schnitt und Düngung

Stachelbeersträucher stellen keinen hohen Anspruch an den Boden, auch leicht lehmigen Boden und gelegentliche Staunässe können sie gut aushalten. Unter Gehölzen oder in halbschattiger Lage fühlen sie sich besonders wohl.

Eine Pflanzung ist im Frühjahr und auch im Herbst möglich. Werden die Sträucher in die Erde gebracht ist es wichtig, diese ca. 10 cm tiefer als sie bisher im Topf gesessen haben, einzupflanzen. Für wurzelnackte Sträucher gilt dies ebenfalls; die basale Neutriebbildung wird somit gefördert. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Strauch mindestens 3-5 Triebe aufweist. Diese sollte man, je nach Länge, beim Einpflanzen um die Hälfte bis Zweidrittel einkürzen, da dies ebenfalls die Triebbildung und die seitliche Verzweigung fördert; dieser erste Schnitt wird auch als Pflanzschnitt bezeichnet. Den Strauch sollte man so heranziehen, dass 7-8 Triebe dauerhaft das Gerüst bilden, alle anderen Neutriebe müssen regelmäßig entfernt werden. Zuviel Triebe bringen nur kleinere Früchte hervor, zudem werden die Pflanzen anfälliger was Pilzerkrankungen anbelangt, da die Blätter zu dicht übereinander liegen und nur langsam abtrocknen können. Man sagt, dass der Strauch so licht werden muss, dass man einen Tennisball durch ihn hindurch werfen könnte. Zu dicht stehende Kurztriebe dürfen auf jeden Fall entfernt werden. Pflanzt man mehrere Sträucher neben einander, so ist ein Pflanzabstand von 1,00 – 1,50 m je nach Sorte empfehlenswert.

Die Sträucher tragen ihre Früchte hauptsächlich am 2-jährigen Holz. Gemeint sind hiermit die seitlich abgehenden Kurztriebe eines Langtriebes und aber auch oft die Spitzen eines Langtriebes. Die Seitentriebe werden im Frühjahr bis auf ca. 4 Augen zurück geschnitten. Das regelmäßige und großfruchtige Tragen eines Triebes lässt mit zunehmendem Alter nach. Man sollte deshalb nach ca. 5 Jahren beginnen, einen kräftigen von unten nachwachsenden Trieb als fruchttragenden Trieb heran zu ziehen, so dass die alten Tragruten Zug um Zug entfernt werden können. Sind keine Neuaustriebe vorhanden, kann man auch einen jungen kräftigen Seitentrieb als neue Tragrute heranziehen. Dies nennt man “Verjüngung“, was ihnen der Strauch mit einer längeren Lebensdauer dankt.

Eine Düngung mit Kompost im März/April ist ratsam. Steht dies nicht zur Verfügung kann auch mit Hornmehl und Hornspänen gedüngt werden.

Blütenfarbe

weiß

Blütezeit

Juli

Höhe

120 cm–150 cm

Lichtverhältnisse
  • sonnig
  • absonnig
  • halbschattig
Lebensbereich

B/Fr2

  • Beet frischer Boden
  • Freifläche mit Wildstaudencharakter frischer Boden
Pflanzabstand

150 cm

Schneckenfraß

keine Gefahr

Züchter

(CA)

Familie

Grossulariaceae

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