Ribes sativa 'Primus' – Weiße Johannisbeere

3- und mehrtriebig
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Produktinformationen
Artikel-Nr.: 33023-000
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
Wurzelware

Stück

Die Beerensorte Primus befindet sich seit 1977 im Handel und entstammt der slowakischen Versuchsstation in Bojnice. E. Cvopova kreuzte die Elternteile ‘Heinemanns Rote Spätlese‘ x ‘Red Lake‘. Der Geschmack der Beeren ist leicht säuerlich und aromatisch.... Mehr lesen

Die Beerensorte Primus befindet sich seit 1977 im Handel und entstammt der slowakischen Versuchsstation in Bojnice. E. Cvopova kreuzte die Elternteile ‘Heinemanns Rote Spätlese‘ x ‘Red Lake‘. Der Geschmack der Beeren ist leicht säuerlich und aromatisch. Sie eignen sich sowohl für den Frischverzehr, als auch zur Verarbeitung.

Die jungen Triebe dieser robusten Pflanze weisen eine sehr schöne Rotfärbung auf, was sie zu einem besonderen Blickfang im Garten werden lässt. Ab Mitte April erscheinen die ersten Blüten. Die Neigung zum Verrieseln ist gering, ein Schutz vor Spätfrösten ist aber trotzdem anzuraten. Dicht sitzen die großen Beeren an den mittellangen Trauben, welche gut gepflückt werden können und aufgrund ihrer Festigkeit auch eine kurze Zeit lagerfähig sind.

Ribes rubrum - Rote Johannisbeere, Ribes nigrum - Schwarze Johannisbeere, Ribes sativa - Weiße Johannisbeere (Grossulariaceae)

Der genaue Kulturverlauf der Johannisbeeren bis zum Einzug in unsere Gärten ist nicht bekannt. Bekannt ist, dass die Wildform der Johannisbeere in Süddeutschland, Frankreich, den Niederlanden und auch Dänemark und Asien anzutreffen war. Die Früchte waren jedoch allesamt so sauer, dass sie zum Verzehr nicht gerade anregten. Erstmals erwähnt wird ’Ribes rubrum’ und ’Ribes nigrum’ im 14. Jahrhundert; Nonnen und Mönche sammelten die Pflanze wegen ihrer medizinischen Wirksamkeit und pflanzten sie folglich auch in ihren Klöstern an.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde in England erstmals eine weißfruchtige Johannisbeere aus den rotfruchtigen Pflanzen ausgelesen und beschrieben. Der Gattungsname ’Ribes’ wurde aus dem Persischen übernommen. Er bezeichnet eine in den Gebirgen heimische Pflanze, Rheum ribas, aus welcher die Araber ein kühlendes und fiebersenkendes Arzneimittel herstellten. “Ribas“ bedeutet soviel wie “fruchtbehangener Zweig“. Im Mittelalter wurde als Ersatz für diese Pflanze der Sirup aus den Pflanzen erstellt, welche man zu den Arten der Gattung zählte. Dies waren Stachelbeeren und Johannisbeeren. Der Artname “rubrum“ steht für das Rot der Früchte, sowie “nigrum“ das Schwarz der Früchte benennt. Der Artname “sativa“ bedeutet soviel wie ausgesät; die weiße Johannisbeere ist tatsächlich ein ausgelesener Abkömmling der roten Johannisbeere. Die Beeren der weißfruchtigen Sorten sind milder als die der roten Sorten, da ihnen der rote Farbstoff, Cyanidin fehlt. Den deutschen Namen Johannisbeere trägt sie seit dem 16. Jahrhundert; wahrscheinlich in Anlehnung an die Fruchtreife, welche um den Johannitag (24.06.) erfolgt.

Pflanzung, Schnitt und Düngung

Eine Pflanzung ist im Frühjahr und auch im Herbst möglich. Werden die Sträucher in die Erde gebracht ist es wichtig, diese ca. 10 cm tiefer als sie bisher im Topf gesessen haben, einzupflanzen. Für wurzelnackte Sträucher gilt dies ebenfalls; die basale Neutriebbildung wird somit gefördert. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Strauch mindestens 3-5 Triebe aufweist. Diese sollte man, je nach Länge, beim Einpflanzen um die Hälfte bis Zweidrittel einkürzen, da dies ebenfalls die Triebbildung und die seitliche Verzweigung fördert; dieser erste Schnitt wird auch als Pflanzschnitt bezeichnet. Den Strauch sollte man so heranziehen, dass 7-8 Triebe dauerhaft das Gerüst bilden, alle anderen Neutriebe müssen regelmäßig entfernt werden. Zuviel Triebe bringen nur kleinere Früchte hervor, zudem werden die Pflanzen anfälliger was Pilzerkrankungen anbelangt, da die Blätter zu dicht übereinander liegen und nur langsam abtrocknen können. Pflanzt man mehrere Sträucher neben einander, so ist ein Pflanzabstand von 1,50 m bei roten und weißen Beerensträuchern und bei schwarzen Beerensträuchern von 2,00 m empfehlenswert.

Rote und Weiße Johannisbeere

Die Sträucher lieben einen sonnigen Standort und einen relativ trockenen, lockeren und humusreichen Boden. Sie können auch gut an Hänge und zwischen Obstbäume gepflanzt werden. Je mehr Sonne sie erhalten, umso mehr Früchte tragen sie. Sie bilden ihre Blüten und tragen demzufolge ihre Früchte hauptsächlich am 2-jährigen Holz. Gemeint sind hiermit die seitlich abgehenden Kurztriebe eines Langtriebes aber auch oft die Spitzen eines Langtriebes. Die Langtriebe sollten nicht mehr eingekürzt werden, da an den Schnittstellen viele Neuaustriebe folgen, welche zur Verbuschung und somit zu einem Schattendach führen würden. Zu dicht aneinander liegende Kurztriebe können dicht am Langtrieb abgeschnitten werden, um mehr Licht und Raum in die Pflanze zu bringen. Treiben die Kurztriebe sehr stark oder sind die Früchte relativ klein werden diese im Frühjahr ebenfalls auf 3-5 Augen eingekürzt. Das regelmäßige und großfruchtige Tragen eines Triebes lässt mit zunehmendem Alter nach. Man sollte deshalb nach ca. 5 Jahren beginnen, einen kräftigen von unten nachwachsenden Trieb als fruchttragenden Trieb heran zu ziehen, so dass die alten Tragruten Zug um Zug entfernt werden können. Alte Tragruten sind im Frühjahr aufgrund ihres fast schwarzen Holzes gut zu erkennen. Sind keine Neuaustriebe vorhanden, kann man auch einen jungen kräftigen Seitentrieb als neue Tragrute heranziehen.

Rote und weiße Johannisbeeren enthalten Zitronen- und Apfelsäure, Ballaststoffe (Pektin), aber auch sehr viel Mineralstoffe und Vitamine, hauptsächlich Vitamin C.

Schwarze Johannisbeeren

Die Sträucher lieben einen eher feuchten Boden (jedoch keine Staunässe) und sind auch schattenverträglicher. Die Triebe der schwarzen Johannisbeeren sind viel dicker und steifer als die der roten Johannisbeeren. Zudem verströmt ihr Holz, wenn man daran reibt, den typischen “schwarzen Johannisbeerduft“. Die Blütenknospen werden hier schon an den 1-jährigen Langtrieben und auch an den kurzen seitlichen Fruchttrieben angesetzt. Allerdings ist die seitliche Verzweigung längst nicht so stark wie bei den roten Johannisbeeren. Aufgrund dessen können hier gut und gerne bis zu 10 Haupttriebe belassen werden. Alle anderen nachwachsenden Triebe sollten jedoch regelmäßig entfernt werden. Ist die Bildung von Kurztrieben relativ gering, kann man versuchen, die vorhandenen auf 3-5 Augen einzukürzen, um eine Neubildung zu fördern. Wie bei den roten Johannisbeeren müssen auch hier nach ca. 5 Jahren Neutriebe als Fruchtruten herangezogen werden, so dass die alten Triebe entfernt werden können.

Die schwarze Johannisbeere gilt als das gesundheitlich wertvollste Beerenobst. Der Gehalt an Anthocyane, einem sekundären Pflanzenstoff, welcher die Rotfärbung bei den Johannisbeeren hervorbringt, ist bei den schwarzen Beeren um das zehnfache höher. Zudem enthalten sie mehr Fruchtzucker, Fruchtsäuren, Mineral- und Ballaststoffe und der Gehalt an Vitamin C ist fünfmal höher.

Eine Düngung mit Kompost im März/April ist für alle Johannisbeersorten empfehlenswert; steht dies nicht zur Verfügung, kann auch mit Hornmehl und Hornspänen gedüngt werden.

Blütenfarbe

weiß

Blütezeit

Mitte Juli

Höhe

100 cm–150 cm

Lichtverhältnisse
  • sonnig
  • absonnig
  • halbschattig
Lebensbereich

B/Fr2

  • Beet frischer Boden
  • Freifläche mit Wildstaudencharakter frischer Boden
Pflanzabstand

150 cm

Schneckenfraß

keine Gefahr

Züchter

E. Cvopova (SK) 1977

Familie

Grossulariaceae

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